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Old 05.03.2005, 21:00   #1
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Originally Posted by Газета Русская швейцария номер 3(11) Март 2005
Цюрихцы говорят — треть балетной труппы Цюрихского Оперного театра составляют «русские». Звоню ребятам. Сколько нас здесь «своих»? Четверо украинцев, молдаванин, эстонец, двое русских, пятеро армян… Добавьте еще несколько болгар, венгров и одного словака. Вот и получается, что второй язык после английского в «Zürcher Ballett» вовсе не немецкий…
Армян в Швейцарии не много хотя пишут про нас много и часто о плохом (вордех хай едех вай (шутка))
Вот прочитал недавно в одном журнале который выходит по всей швейцарии на русском языке.

Вот отсканил для вас прочитайте интересно.
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Old 09.03.2005, 23:04   #2
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a vot eto napisala Neue Zuricher Zeitung esli komu interesno

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Neue Zürcher Zeitung, 17.02.2005, Nr. 40, S. 50

Zürcher Kultur

tin Thurner C.
Die Bühnen der Welt erobern
Der Prix-de-Lausanne-Preisträger Karen Azatyan

Vor kurzem hat er am Prix de Lausanne den vierten Platz belegt und damit ein Stipendium an einer Ballettschule nach Wahl gewonnen. Karen Azatyan, der vor fünf Monaten aus Armenien nach Zürich an das Departement Tanz der Hochschule Musik und Theater gekommen ist, will da seine Ausbildung fortsetzen.
Er hat zwei Gesichter. Das eine ist ernst und nachdenklich, und man meint, dass die tadellos schöne Miene wohl ewig verschlossen bleibt. Karen Azatyan spricht offenbar nicht gerne über sich und gibt sich gegenüber Fragenden scheu und wortkarg. Doch dann scheint plötzlich das andere Gesicht auf, und ein Funkeln huscht von den Augen ausgehend über das gesamte Antlitz. Charme, Witz und Tatenlust strahlt der siebzehnjährige Ballettschüler aus, wenn er über junge Frauen spricht und vor allem, wenn er tanzt. Der Tanz, am liebsten das Handlungsballett, ist es denn auch, worin er seine Erfüllung sieht. Die Ballettbühnen der Welt möchte er erobern, und man glaubt sofort, dass ihm das auch gelingt. Dafür ist Azatyan vor fünf Monaten erst einmal in die Schweiz gekommen. Von der choreografischen Lehranstalt in Jerewan, wo er 1996 mit der künstlerischen Tanzausbildung begann, hat er sich per Video an verschiedenen Schulen in Europa beworben. Die Hochschule Musik und Theater (HMT) Zürich hat ihn aufgenommen.
"Er sah aus wie ein grosses Bambi und hatte dabei eine für sein Alter ungewöhnliche Ernsthaftigkeit", sagt Oliver Matz, seit 2004 Direktor des Departements Tanz an der HMT. Azatyan interessierte ihn vom ersten Augenblick an, und er habe sich in ihm auch nicht getäuscht. In den fünf Monaten haben die beiden sehr intensiv miteinander auf zwei Wettbewerbe hingearbeitet. Sowohl am internationalen Festival "Tanzolymp" in Berlin als auch am Prix de Lausanne gewann der junge Armenier gleich Preise. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, wie gross die Konkurrenz im Ballettnachwuchs ist. Zuletzt hat 1999 ein Tanzschüler der HMT Zürich - beziehungsweise der damaligen Schweizerischen Ballettberufsschule (SBBS) - in Lausanne reüssiert. Es werden dort jeweils drei Variationen getanzt: eine klassische, eine zeitgenössische und eine nach Wahl. Karen Azatyan hat vor seinem Aufenthalt in der Schweiz noch nie zeitgenössisch getanzt, musste also auch physisch eine ganz neue Sprache lernen. Obwohl er lieber Rollen in Geschichten verkörpert, habe ihm das Spass gemacht. Auch Oliver Matz sieht die Stärken des jungen Armeniers in der Gestaltung der Parts, in seiner geradezu analytischen Weise des Herangehens an die Choreografien, die dann wiederum auf die Betrachter ganz selbstverständlich und persönlich wirken.
Karen Azatyan stammt nicht aus einer Künstlerfamilie. Aber als der ältere Bruder begann, Folklore zu tanzen, tat es ihm der damals sechsjährige Karen gleich. Drei Jahre später folgte er dem Bruder an die Tanzakademie. Nun studieren beide in Europa, der ältere in München, der jüngere in Zürich. Da will dieser auch noch eine Weile bleiben und weiter mit Matz und den anderen Lehrkräften an seiner Karriere arbeiten. Auch wenn er sein Land und seine Leute vermisst, fühlt er sich hier gut aufgehoben.
Im Zürcher Ballett tanzen Freunde aus der Heimat, und die Infrastruktur der Schule ist besser als zu Hause. Dort sind die Tanzböden härter und die Übungsräume oft ohne Licht und Heizung. Auch wenn es ihm zuweilen etwas unheimlich erscheine, wie perfekt in der Schweiz alles funktioniere, so ist es gerade die Perfektion, die er in seiner Profession anstrebt. Davon spricht der Siebzehnjährige derart ernst, dass einem bang werden könnte, aber wenn er tanzt, dann weiss man, was er meint.
Christina Thurner




807109, NZZ , 17.02.05; Words: 589, NO: CLJ1M
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